Das Schloss

Der Name des Schlosses

Zwei unterschiedliche Meinungen existieren zum Ursprung des Namens Uviglie: Einerseits könnte er vom lateinischen Wort “ovilia” abstammen, Plural des Wortes “Schafhürde”, welches einfache Abgrenzungen und nächtliche Unterstände für Schafherden beschreibt, wie sie von den Hirten der Region zu früheren Zeiten verwendet wurden. Andererseits wird argumentiert, dass Uviglie vom römischen Familiennamen “Avilius” abstammt, einem Namen, der mehrfach in der Geschichte der Region zu finden ist. Die erstmalige Nennung entstammt einem Dokument aus dem Archiv des Kapitulars von Casale Monferrato aus dem Jahre 1271.

Die Entstehung des Schlosses

Die ersten Aufzeichnungen über die Entstehung des Schlosses gehen zurück auf ein Dokument vom 14. Juni 1322, mit dem der Markgraf von Monferrato, Teodoro der I. aus der byzantinischen Kaiserdynastie der Palaiologen, der Familie Pocaparte die Lizenz "Hedificandi Castrum Ivilie" zum Bau einer befestigten Residenz gewährte. Der Bau des Rundturms, sowie der Wand, die den Dachgarten gegenüber des heutigen Parks unterstützt, lässt sich auf diese Zeit zurückdatieren.

Die Einführung neuer Steuern durch den Markgrafen Giovanni II. Palaiologos, mit dem Ziel, die verpfändeten Orte und Burgen seines Vaters Teodoro des I. einzulösen, entfachte im vierzehnten Jahrhundert einen Streit, den die Familie Pocaparte am stärksten traf. Der Rechtsstreit dauerte mehr als ein Jahrhundert und endete im Jahre 1493 zu Ungunsten der Familie Pocaparte. Antonio di Giovanni Pocaparte verzichtete infolgedessen auf seine Besitztümer von Uviglie: im November 1493 übertrug er sein gesamtes feudales Vermögen Maria von Serbien - Mutter und Vormund von Gian Giacomo Palaiologos und Guglielmo dem IX., Markgraf von Monferrato, im Austausch für das Versprechen einer Mitgift von mindestens tausend Gulden zum Wohle seiner Kinder, sowohl Söhnen als auch Töchtern.

Giovanni Antonio Pico

Die Einführung neuer Steuern durch den Markgrafen Giovanni II. Palaiologos, mit dem Ziel, die verpfändeten Orte und Burgen seines Vaters Teodoro des I. einzulösen, entfachte im vierzehnten Jahrhundert einen Streit, den die Familie Pocaparte am stärksten traf. Der Rechtsstreit dauerte mehr als ein Jahrhundert und endete im Jahre 1493 zu Ungunsten der Familie Pocaparte. Antonio di Giovanni Pocaparte verzichtete infolgedessen auf seine Besitztümer von Uviglie: im November 1493 übertrug er sein gesamtes feudales Vermögen Maria von Serbien - Mutter und Vormund von Gian Giacomo Palaiologos und Guglielmo dem IX., Markgraf von Monferrato, im Austausch für das Versprechen einer Mitgift von mindestens tausend Gulden zum Wohle seiner Kinder, sowohl Söhnen als auch Töchtern.

Das Schloss und sein sorgfältiger Erhalt zu jener Zeit fanden sogar Erwähnung in einem bewundernden Hinweis von Evandro Baronino, Autor einer statistischen Liste der Städte und Länder von Monferrato, der es als "sehr komfortables Haus, mit schönen Zimmern" bezeichnete. Um selbigen Zeitraum entstanden der viereckige Turm und das heutige Gebäude an der Nordwestseite des Schlosses. Die Außenwände hingegen wurden wahrscheinlich zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts, als das Herzogtum an die Savoyen überging, abgerissen, um den nötigen Raum für die Entwicklung der heutigen Parkanlagen zu schaffen.

Am 23. Oktober 1680 erlangte Giovanni Antonio Pico Gonzaga von Carlo Ferdinando Gonzaga, Herzog von Mantua und Monferrato, die Aufwertung des Lehnsguts zur Grafschaft, mit alleinigem Erbrecht des Erstgeborenen. Zusätzlich zum üblichen Anstieg hoheitlicher Befugnisse, der fast immer mit Anerkennungen dieser Art verbunden war, wurde stattgegeben, dass sämtliche "Angestellte, Leibeigene, Dienerschaft, Familie und andere Arbeiter", also quasi alle an der Verwaltung und Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Fläche beteiligten und im Dienste des Schlossherrn stehenden Personen, vom Militärdienst bei der Armee von Monferrato ausgenommen, und allein dem Generalgouverneur von Monferrato verpflichtet waren. Graf Uviglie erhielt außerdem das Recht, sechs Männern innerhalb des Grafschaft eine Lizenz zum Tragen von Schusswaffen auszustellen; die lokale Seelsorge-Einrichtung gänzlich den Herren von Uviglie unterzuordnen; den Sonntagsgottesdienst in der Familienkapelle abzuhalten; das Recht auf Asyl im Falle jedweden Verbrechens, außer dem des Verrats an den Markgrafen von Monferrato; und nicht zuletzt das Recht auf völlige Unabhängigkeit von der Stadt Rosignano.

Das neunzehnte Jahrhundert

Mit dem Tod von Giovanni Antonio, dem letzten männlichen Nachkommen der Familie Pico Gonzaga, erbte seine Tochter Felicita Uviglie. Sie war die Frau des Grafen Ignazio di Vignale Callori, der zusammen mit seinem Sohn Armodio Callori Pico Gonzaga die Restaurierung des Schlosses durch den Architekten Arborio Mella aus der Provinz Vercelli begann. Nachfolgerin von Armodio, der im Jahr 1879 kinderlos starb und dessen Sarkophag im Park verwahrt ist, war Gräfin Luigia Callori, später verheiratet zu Massel di Caresana.

Das Schloss und sämtliche Besitztümer von Uviglie wurden entsprechend ihres Testaments an den Neffen der Gräfin weitervererbt, den Grafen Emanuele Cacherano von Bricherasio. Nicht nur war dieser der Schöpfer und Gründer von FIAT und zählte einen Vizekönig von Sardinien zu seinen Vorfahren, sondern er war auch Erbe einer adligen Familie von Bankiers mit engen Beziehungen zur Familie der Savoy. Als er unverheiratet im Jahre 1904 starb, ging ganz Uviglie auf seine Schwester über, der Gräfin Sofia Cacherano Bricklehampton. Da sie ebenfalls unverheiratet war, gestattete sie im Jahre 1928 den Missionaren des Konsulats von Turin, sich im Schloss niederzulassen und ein Noviziat einzurichten.

Das zwanzigste Jahrhundert

Im zweiten Weltkrieg wurden die sterblichen Überreste von Don Giuseppe Allamano im Schloss aufbewahrt, um sie vor den Bombenanschlägen auf die Stadt Turin zu schützen. Darüber hinaus residierten wichtige Persönlichkeiten im Laufe der Jahrhunderte im Schloss, darunter San Luigi Gonzaga (während des Aufenthalts seines Vaters Ferdinando in Monferrato als Gouverneur des Herzogtums), San Giovanni Bosco und schließlich die Enkel des Negus, des Kaisers von Äthiopien, zur Zeit der Missionare des Konsulats im Schloss, die in Italienisch-Ostafrika sehr aktiv waren.

Sowohl das Schloss als auch der Park stehen aufgrund ihrer architektonischen Bedeutung und ihres künstlerischen Erbes unter dem königlichen Erlass von Juni 1939 unter Schutz. Das Schloss bildet heute den Sitz der “Società Semplice Castello di Uviglie”.

Die Weine

Unsere Weine sind das Ergebnis einer großen Leidenschaft und Liebe für unsere Region und für unsere Weinberge, die dank ihrer Schönheit zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.

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Feierlichkeiten

Das Castello di Uviglie vereint Eleganz, Raffinesse und Funktionalität und bietet Platz für jede Art von Veranstaltung, die mit größter Sorgfalt und Liebe zum Detail ihren persönlichen Vorstellungen entsprechend vorbereitet und umgesetzt wird.

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